Hermann Regner

Hermann Regner (1928 – 2008)

Ganz selbstverständlich war Hermann Regner auf vielfältige Weise in seiner Kindheit von Musik umgeben. Schon im Grundschulalter lernt Regner Tenorhorn, später Cello und beginnt mit 15 Jahren zu komponieren. Nach dem Studium der Musikwissenschaft und der Musikpädagogik wirkt er als Leiter des Seminars für Jugend- und Volksmusik an der Hochschule für Musik in Trossingen. 1957 promoviert er zum Doktor der Philosophie. Nach einschneidenden Erfahrungen mit dem Orff-Schulwerk bei einem viermonatigen Aufenthalt an mehreren Universitäten in Brasilien, nimmt er nach seiner Rückkehr Kontakt mit Carl Orff auf. Orff ist beeindruckt von Regners Vielseitigkeit, dessen Organisationstalent und diplomatischem Umgang mit Menschen. So wird Hermann Regner 1964 an das Orff-Institut berufen und leitet es ab 1970 viele Jahre lang erfolgreich. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Musikdidaktik wie das Ensemblespiel und die Entwicklung von Materialien für die Hörerziehung. Zwischen 1964 und 1980 gestaltet er unzählige Schulfunksendungen für den Bayerischen Rundfunk, ist unermüdlich in Sachen Orff-Schulwerk als Referent in der ganzen Welt unterwegs, ist verantwortlich für das Erscheinen diverser ausländischer Adaptionen des Orff-Schulwerks, allen voran die beispielhafte amerikanische Ausgabe. Er ist der Initiator und Leiter der Internationalen Orff-Schulwerk-Symposien und viele Jahre lang der Herausgeber – später gemeinsam mit Rudolf Nykrin – der Orff-Schulwerk-Informationen. Er begründet das Orff-Schulwerk Forum und ist als geschäftsführender Vorstand der Carl-Orff-Stiftung ein besonnener Mitarbeiter. Bis zu seinem Tod im Dezember 2008 komponierte Hermann Regner und nahm Anteil am Musikleben Salzburgs.