Carl Orff

Carl Orff (1895 – 1982)

Von frühester Kindheit an musikalisch gefördert und umgeben von einer großen musikinteressierten wie musikalisch aktiven Familie, kann sich Carl Orff in einem, seinen Begabungen bestens angemessenen Umfeld, entwickeln. Neben regelmäßigen Konzert- und Opernbesuchen prägen Theatererlebnisse nachhaltig seine Kindheit und Jugend. Früh begeistert er sich für die alten Sprachen Latein und Griechisch, verlässt aber die Schule vorzeitig, um an der Akademie für Tonkunst in München ein Musikstudium zu beginnen. Auch hier vom Angebot enttäuscht, beginnt er sein lebenslang anhaltendes autodidaktische Studium, das ihn schließlich nach „einer Reihe jugendlicher Schiffbrüche“, wie er es selbst nennt, über Debussy zum Manifest einer neuen Kunst, dem „Blauen Reiter“ zum Studium alter Meister, insbesondere der Werke von Monteverdi führt. 1924 beginnt die Zusammenarbeit mit Dorothee Günther und der Aufbau seiner musikpädagogischen Ideen. Mit der „Carmina Burana“ (Uraufführung 1937) erlebt er den künstlerischen Durchbruch. Ab 1948 erarbeitet er gemeinsam mit Gunild Keetman die Neufassung des Orff-Schulwerks „Musik für Kinder“ und 1961 kann das Orff-Institut in Salzburg als dessen Zentralstelle eröffnet werden. Zwischen 1951 und 1961 leitet er eine Kompositionsklasse an der Münchner Musikhochschule. Zahlreiche Musiktheaterwerke in griechischer und lateinischer Sprache werden zwischen 1949 und 1972 in Salzburg, Mailand und Stuttgart uraufgeführt. In seinen letzten Lebensjahren arbeitet er an der Herausgabe einer achtbändigen Dokumentation über sein Leben und Werk (www.orff-zentrum.de).